Interview zur grünen Woche – „Wir müssen die Probleme anpacken“

Interview zur grünen Woche - „Wir müssen die Probleme anpacken“

Fragen an Susanne von Münchhausen, BIONALES-Vorständin und Sprecherin des Frankfuter Ernährungsrats zur Situation der Bio-Landwirtschaft in Hessen.

In Berlin beginnt die Grüne Woche. Grund genug, auf die schwierige Situation der Bio-Landwirtschaft in Hessen zu blicken. Wie ist die Lage im Moment?

Für viele Bio-Betriebe ist die Vermarktung seit dem Frühsommer 2022 sehr schwierig geworden. Ich höre immer wieder Hiobsbotschaften, weil Feldsalat oder Kartoffeln nicht zu verkaufen sind oder die Schlachtlämmer noch im Stall stehen. Überall gibt es schlechte Nachrichten. Die Stimmung in den landwirtschaftlichen Betrieben und Verbänden bei uns in Hessen ist sehr gedrückt.

Im Wahljahr Dampf machen in Hessen

Im Wahljahr Dampf machen in Hessen

Wir als BIONALES und die Vereinigung Ökologischer Landbau in Hessen (VÖL) waren die treibenden Kräfte bei der Gründung der „Hessischen Allianz für die Agrar- und Ernährungswende“ im Juni 2022. Zu dieser Allianz gehören die Naturschutzverbände BUND, NABU und Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) sowie u.a. auch die Mitglieder des hessischen Netzwerkes der Ernährungsräte mit Marburg, Gießen und Kassel.

Aufgrund der zunehmend schwierig werdenden wirtschaftlichen Situation vieler Öko-Betriebe in Hessen haben diverse Gespräche und Planungen stattgefunden. Susanne v. Münchhausen (BIONALES Vorstand) und Tim Treis (Sprecher der VÖL) haben beide die Sprecherfunktion der Allianz nach außen. Susanne moderiert die regelmäßigen Diskussionen, schreibt Protokolle und Förderanträge, um (endlich) auch Geld für die Umsetzung der Ziele der Allianz verfügbar zu haben. Bisher wurde viel geplant. Jetzt zu Jahresbeginn 2023 geht es darum, ins Tun zu kommen!

Aktiv im House of Food

Aktiv im House of Food

Der Arbeitskreis House of Food (HoF) hat im Oktober 2022 drei tolle Veranstaltungstage im Rahmen der Klimagourmetwoche organisiert! Innerhalb dieser Tage nahmen insgesamt mehr als 100 Menschen teil und beschäftigten sich mit dem Thema Lebensmittelverschwendung in der Außer-Haus-Verpflegung, im Privaten oder im Einzelhandel. Neben einer Podiumsdiskussion zum Thema stellten sich außerdem Beispiele vor, die jetzt schon viel gegen Lebensmittelverschwendung tun. Am dritten Tag gab es zwei Workshopangebote: Fermentieren, Einlegen und Reste Verwerten.

Zero Waste: Einmal ohne, bitte!

Zero Waste: Einmal ohne, bitte!

Tamara Laudt vom Arbeitskreis Zero Waste ist als Botschafterin bei der Initiative Einmal ohne, bitte! aktiv. Im November fand wieder ein das jährliches Netzwerktreffen in Berlin statt, zu dem alle Botschafter:innen aus ganze Deutschland zusammenkamen, um die Strategie für 2023 zu entwickeln. Wie können möglichst viele Läden und Restaurants dazu gebracht werden, ihren Kund:innen das verpackungsfreie Einkaufen möglich zu machen