Programm

Frankfurter Abend | Fr., 23.11.2018, 18:00 – 21:00 Uhr

Kostenfreie, öffentliche Veranstaltung im Museum für Kochkunst und Tafelkultur, Holzgraben 4 (parallel zur Zeil), 60314 Frankfurt am Main

Am Freitag werden die bereits Angereisten beim „Frankfurter Abend“ mit Besonderem aus Frankfurt begrüßt. Lasst Euch von der Stadt überraschen, die mehr zu bieten hat als Bankentürme und den Flughafen. Es wird ein buntes Programm geben mit Gesprächen und Vortrag, um so bereits in die Themen des Kongresses einzuführen.  Dabei soll der Spaß nicht zu kurz kommen. Es gibt kleine Frankfurter Häppchen aus regionalem Anbau (soweit dies im November möglich ist), auch führen wir Euch in die Kultur des Ebbelwoi und Handkäs ein. Wir freuen uns auf Euch!

19.00 Uhr Gespräch zur Landwirtschafts- u. Ernährungswende aus Sicht eines Bauern: Nick Hampel, politisch aktiver Bio-Bauer und AbL Mitglied aus Leidenschaft kommt aus dem nahen Vogelsberg in die Stadt, um uns seine Wünsche an die Ernährungsräte kund zu tun! Eines seiner Themen „von lokal zu global“.


Kongresstag 1 | Sa., 24.11.2018, 09:00 – 20:00 Uhr

Dominikanerkloster gegenüber Spenerhaus, Veranstaltungseingang im Ev. Regionalverband Frankfurt im Dominikanerkloster Frankfurt
Kurt-Schumacher-Straße 23  | 60311 Frankfurt am Main

09:00–10:30 Begrüßungsplenum

Grußworte von:

  • Priska Hinz, Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Hessen
  • Rosemarie Heilig, Dezernentin der Stadt Frankfurt am Main für Umwelt und Frauen und Schirmherrin des Ernährungsrates Frankfurt

Keynote Speaker:

Olivier de Schutter

Olivier de Schutter, Gründer und Vorsitzender des International Panel of Experts on Sustainable Food Systems (IPES-Food)

Kennenlernen der Teilnehmer*innen

10:30 – 11:00 Kaffeepause

11:00 – 13:00 Storytelling – Von anderen Ernährungsräten lernen

Erfahrene Ernährungsräte erzählen aus ihrer Entwicklung und Praxis

13:0014:00 Mittagessen

14:0015:00 Vorträge

15:0015:30 Kaffeepause

15:30–19:00 Open Space, Teil I: Erfahrungsaustausch, gegenseitige Beratung in moderierten Runden

Die Sessions im Open Space werden von den Teilnehmer*innen selbst gestaltet, jede*r ist eingeladen, aktuelle Themen, Fragen und Probleme einzubringen. Teil 2 des Open Spaces wird am Sonntag veranstaltet, und welcher Workshop wann genau stattfindet, steht dann spätestens zum Kongress fest.

Themen, die bereits für die Workshops eingereicht wurden:

  • Wie finden wir Unterstützer in der Kommunalpolitik und -verwaltung?
  • Innovative Kooperationsmodelle zwischen Produzent*innen und Verbraucher*innen
  • Wie verhalten wir uns zu den großen Playern in der Lebensmittelwirtschaft und Industrie?
  • Sollen Ernährungsräte durch städtische Mittel finanziert werden und entsteht dadurch eine Abhängigkeit?
  • Wie können städtische Ausschreibungen des Schulcaterings für bioregionale Ernährung vereinfacht werden – was lassen die EU-Richtlinien hier zu?
  • Über 50.000 Berliner Schüler*innen genießen bio-regionale Mahlzeiten – Eine Beispiel für gelebte Ernährungswende. Der Ernährungsrat Berlin hat mit der Regiowoche nachgewiesen, dass bio-regionale Schulverpflegung machbar, erlebbar und wertvoll ist. Die Regiowoche ist ein Appell an Politik und Verwaltung, die Schulverpflegung entsprechend einer zukunftsfähigen Ernährungsstrategie weiterzuentwickeln, gemeinschaftlich mit den lokalen Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik, Bildung, Produktion, Verarbeitung und Catering (Überblick: www.regiowoche.berlin). Wir möchten mit euch über die Ergebnisse, die vielfältigen Handlungsfelder und möglich Übertragbarkeit diskutieren. (ER Berlin)
  • Veränderung veranstalten: geeignete Event-Formate für Ernährungsräte – Wie können Ernährungsräte über ihre Arbeit informieren, mit Interessierten ins Gespräch kommen, im öffentlichen Raum sichtbar werden, um tatsächlich Veränderung zu veranstalten? Karen von Aktion Agrar stellt drei bereits erprobte Ideen vor vom politischen Marktfrühstück bis zur Stoppelparty. Ziel ist es, Erfahrungswerte auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln.
  • Vorstellung des Beratungsmoduls – Schritt für Schritt einen Ernährungsrat gründen! Wir haben ein Beratungsmodul entwickelt, mit dem der Prozess der Gründung von außen unterstützt. Wegen der Komplexität des Prozesses und häufig der Unerfahrenheit der Akteure werden konkrete Phasen und Schritte im aufgezeigt. Agnes Streber und Wilfried Bommert vom Institut für Welternährung e.V. freuen sich auf alle Teilnehmer.
  • Buchvorstellung „Genial Lokal“ – Gundula Oertel, Christine Pohl und Valentin Thurn stellen ihr kürzlich erschienenes Buch „Genial Lokal. So kommt die Ernährungswende in Bewegung“ vor. Es zeigt, wie Ernährungsräte die Ernährungswende „von unten“ in Gang bringen und diskutiert die aussichtsreichsten Strategien für die zukunftsfähige Transformation lokaler Ernährungssysteme. Und: Es lässt sich auch als vielseitige Handreichung zur Gründung von Ernährungsräten nutzen.
  • #zerowaste – Wie lässt sich die Akzeptanz und Nutzung von Mehrweg und Mitbring-Containern in unseren Städten steigern?
  • Welches sind kritische Erfolgsfaktoren für den Aufbau von durchgängigen Lebensmittelketten vom Acker bis zum Kompost. Bsp.: Getreideproduktion – Mühle – Backstube – Bäckerei – Konsumentin – „Brot-von-Gestern-Laden“ – Paniermehl Herstellung u Vertrieb, inkl. Transporte? (Christoph Walther, Biel/Schweiz)

Ihr möchtet ein Thema einreichen? Schreibt an kongressthema@ernaehrungsrat-frankfurt.de einen kurzen Abriss, die Stadt und den Bezug zum Thema „Für Ernährungsdemokratie aufstehen!“.

18:3019:30 Abschlussplenum, Wrap-Up

ab 20:00 Gemeinsames Abendessen und anschließend habt Ihr die Möglichkeit verschiedene Angebote wahrzunehmen: Dies ist das gemütliche Klönen im Klosterkeller (2 Bier und Softgetränke for free), wer will kann sich auch bei einer Runde Yoga entspannen. Und für all die, deren                Aktivitätspegel noch hoch ist, werden wir einige Vorschläge zum nahegelegenen Frankfurter Nachtleben vorbereiten.


Kongresstag 2 | So., 25.11.2018, 09:00 – 14:00 Uhr

Dominikanerkloster gegenüber Spenerhaus, Veranstaltungseingang im Ev. Regionalverband Frankfurt im Dominikanerkloster Frankfurt
Kurt-Schumacher-Straße 23  | 60311 Frankfurt am Main

09:0009:30 Eröffnung des Tages im Plenum

09:3012:00 Open Space, Teil II: Gemeinsames Pläne schmieden in moderierten Runden – die Themenliste ist unter dem Samstags-Open Space aufgeführt.

12:0013:00 Abschlussplenum

  • Verabschiedung der „Frankfurter Erklärung“
  • Schlussevaluation

13:0014:00 Mittagessen und Ende des offiziellen Programms

14.00 – 17.00 „Nachhaltigkeit und Regionalität gewährleisten – jenseits von bio vs. konventionell“, Referentin: Cornelia Kirchner (IFOAM)

„Wenn man sich an den Aufbau eines nachhaltigen, regionalen Ernährungssystems macht, stellt sich bald die Frage „Wie definieren wir „nachhaltige, regionale Lebensmittel“ – und wie gewährleisten wir dann, dass sie es auch wirklich sind?“. Für den Aspekt „Nachhaltigkeit“ gibt es immerhin die Bio-Zertifizierung (die aber erfahrungsgemäß gerade für kleine Betriebe nicht allein seligmachend ist); die „Region“ muss jeder selbst abstecken; und wenn es dann an die konkrete Umsetzung z.B. für eine Regionalvermarktungsstruktur geht, sieht man sich schnell mit so dicken Brettern wie Kriterien und Kontrollsystemen konfrontiert.  Damit wir daran nicht in jedem Ernährungsrat immer wieder neu und vor allem: nicht alleine bohren müssen, wollen wir uns am Nachmittag des 25.11. in Frankfurt zusammensetzen und:

  • ein bereits in verschiedenen Ländern erprobtes Praxisbeispiel kennenlernen – Cornelia Kirchner, Spezialistin für Partizipative Garantiesysteme (PGS) bei IFOAM – Organics International, wird uns die Funktionsweise von PGSerklären und von Erfahrungen berichten;
  • unsere Wissens- und Erkenntnisstände (und Lücken!) zusammentragen 
  • den Bedarf formulieren
  • und dann gemeinsam skizzieren, wie wir im Netzwerk weiter daran arbeiten. 

Der Workshop findet nach dem offiziellen Ende des Kongresses am gleichen Ort statt, bitte sagt uns unter anmeldung@ernaehrungsraete.org kurz Bescheid, ob ihr dabei seid!


Moderatorinnen:

  • Dr. Alexandra von Winning, Lust auf besser leben gGmbH
  • Feyza Morgül, opera civil