Wie lassen sich regionale Hülsenfrüchte stärker in Gastronomie und Außer-Haus-Verpflegung verankern? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines besonderen Abends, der Genuss, Austausch und Inspiration miteinander verbunden hat.
Gemeinsam mit Slow Food Frankfurt, Benjamin Hübner von Sprezzatura und der Freitagsküche wurden hessische Hülsenfrüchte und regionale Landwirtschaft nicht nur thematisierte, sondern erlebbar machte. In entspannter Atmosphäre kamen Akteur:innen aus Gastronomie, Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft zusammen, lernten sich kennen, lernten mehr über heimische Hülsenfrüchte und das Projekt Heldenbohne, tauschten Perspektiven aus und knüpften neue Kontakte. So wurde der Abend zu einer Netzwerkveranstaltung, getragen von Neugier, Offenheit und gemeinsamer Lust auf zukunftsfähige Ernährung in der Region.
Eingebettet in das Programm und kulinarischer Höhepunkt waren die köstlichen Gerichte von Benjamin Hübner (Sprezzatura), die eindrucksvoll zeigten, welches Potenzial in Bohnen, Linsen, Kichererbsen & Co. steckt. Von klassischen Anklängen bis hin zu überraschenden Neuinterpretationen und mutigen Experimenten: Jedes Gericht erzählte eine eigene Geschichte und machte deutlich, dass Hülsenfrüchte weit mehr sind als eine „Beilage“. Qualität, Geschmack und kreative Verarbeitung wurden hier zum überzeugendsten Argument – denn gerade Küchenchefinnen und Köche lassen sich weniger durch theoretische Vorträge gewinnen als durch sensorische Erlebnisse, handwerkliche Präzision und kulinarische Innovation.
Ergänzt wurde das Menü durch ein inhaltliches Programm: Die anwesende Erzeuger:innen vom Demeterhof Schwalmtal/Ökosaat Hessen, ABIS Selektion und Querbeet stellten ihre Betriebe, Anbauweisen und Produkte vor, das Projekt Heldenbohne gab Einblicke in seine Arbeit und Zielsetzung, und gemeinsam wurden Herausforderungen ebenso wie Chancen des regionalen Hülsenfruchtanbaus und -einsatzes diskutiert. Dabei ging es um Fragen von Verfügbarkeit, Speisequalität, Verarbeitung in Großküchen und um den großen Hebel, den die Außer-Haus-Verpflegung für eine nachhaltige Agrar- und Ernährungswende bietet.
Der Abend hat gezeigt, was Essen leisten kann: Es bringt Menschen zusammen, eröffnet Gespräche auf Augenhöhe und macht abstrakte Themen konkret erfahrbar. Hessische Hülsenfrüchte wurden an diesem Abend nicht nur gekocht – sie wurden zum Ausgangspunkt für neue Ideen, Kooperationen und Lust auf mehr.
Ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Genuss, Wissenstransfer und Vernetzung Hand in Hand gehen können. Die Veranstaltung wurde gefördert im Rahmen des Modellregionwettbewerbs vom BMLEH und außerdem unterstützt vom Biolieferdienst Querbeet, die unser Anliegen für eine zukunftsfähige, regionale Ernährung teilen– vielen Dank dafür.
Bitte Slowfood frankfurt, Abis selektion, Heldenbohne, Sprezzatura, Freitagsküche und Querbeet verlinken bzw. auf der Website die Links hinzufügen und die Logoleiste von der Heldenbohne:
Mehr Infos:
Heldenbohne: https://www.heldenbohne.de
Slow Food Frankfurt https://www.slowfood.de/netzwerk/vor-ort/frankfurt_main
Hülsenfrüchte von ABIS Selektion: https://albert-bickert-kichererbsen.de
(Bezug z.B. über Online-Shop oder Unverpacktladen Auffüllerei)
Hülsenfrüchte vom Schwalmtaler Hof/Ökosaat Hessen https://www.demeterhof-schwalmtal.de
(Bezug z.B. über Querbeet, Reformhaus Andersch, Unverpacktladen ULF oder Lindnerfood)
Biolieferdienst Querbeet: https://querbeet.de/
Freitagsküche in Frankfurt: https://freitagskueche.de
Benjamin Hübner und Sprezzatura: https://www.sprezzatura-ffm.de
Foto: Anouk Kuhn