Flächenschutz

Warum wir regionale Flächen schützen müssen, um uns regional ernähren zu können

Schleichend vollzieht sich ein Prozess, den derzeit nur wenige (nämlich Aktive Bodenschützer) mitbekommen. Im Speckgürtel Frankfurts, z.B. in der Wetterau, aber auch an anderen Orten – gut angebunden durch Autobahnen und neue Umgehungsstraßen – werden immer mehr gute und sehr gute Ackerböden aufgekauft, um dort Gewerbe- und Logistikzentren zu errichten. Die Kommunalparlamente und Bürgermeister möchten mit diesen Flächen Gewerbesteuern erzielen und versuchen dies
umzusetzen, oftmals ohne Rücksicht auf die hier lebenden und eigentlich durch sie vertretenen Menschen, aber immer zu Lasten der Landwirtschaft.

Aber genau diese Flächen werden künftig benötigt, um die Bevölkerung in der Region zu ernähren. Der Weg geht in Richtung einer regionalen Ernährungswende, das heißt die Verbraucher*innen möchten wieder stärker die heimischen Produkte kaufen (was zum Klimaschutz beiträgt) und sie wollen wissen woher die verzehrten Produkte kommen. Deshalb gründen sich auch überall Ernährungsräte und unser Trägerverein BIONALES – Bürger für regionale Landwirtschaft und Ernährung e.V. kämpft bereits seit 2017 für den Erhalt dieser Ackerflächen.

Wir fordern den Stopp der weiteren Versiegelung von guten Böden für den Erhalt unserer regionalen Ernährung. Dazu gehört es vor allem, die Wertschöpfung in der Region zu halten und den Boden als Lebensgrundlage für uns und kommende Generationen zu bewahren.

Wir fordern zu einem schnellen Umdenken in der Politik auf, um den Wünschen der Verbraucher*innen gerecht zu werden und landwirtschaftliche Flächen zu erhalten. Äcker und Böden die wir jetzt und in Zukunft aufgeben, sind für die Lebensmittelproduktion der Region unwiederbringlich verloren.

Es darf nicht mehr sein, dass durch immer neue Gewerbegebiete auf guten Ackerflächen weiterer regionaler Boden als Existenzgrundlage der heimischen Landwirtschaft und damit der menschlichen Ernährung vernichtet wird.

Wie in keinem anderen Bauvorhaben wird in Wölfersheim/Berstadt beispielhaft die Problematik der Flächenversiegelung deutlich. Wenn REWE nun mit nachhaltigem Bauen und der Initiierung von Naturschutz-Beiräten wirbt, so ist dies gut und zu unterstützen, zeigt aber auf dramatische Weise, dass der Konzern den Protest in Teilen der Bevölkerung nicht verstanden hat. Das Unternehmen nimmt nur alleine hier durch die Versiegelung von mehr als 30 Hektar bestem Wetterauer Ackerboden den Landwirten, aber auch der Bevölkerung in einem ganz erheblichen Teil die Möglichkeit regionale Lebensmittel zu produzieren und zu konsumieren. Um weiteren Schaden auch vom Unternehmen fern zu halten, sollte Rewe deshalb andere Lösungen suchen und finden. Hierzu sind wir gerne zur Hilfe bereit.

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