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gramm.genau ruft zum Plastikfasten auf
#Plastikfasten

Am 14. Februar beginnt die Fastenzeit. Die Gründerinnen des Frankfurter Lieferdienstes gramm.genau rufen zum 6-wöchigen Verzicht auf Einwegplastik auf. Soll heißen: Pfandglas statt Plastikverpackung, Baumwollbeutel statt Plastiktüte, Mehrweg statt Einweg. Begleitet wird die Aktion, die bereits zum zweiten Mal stattfindet, mit Tipps und Tricks in den sozialen Medien unter dem Hashtag #Plastikfasten.

“Wieso Plastikfasten? Ich esse doch sonst auch kein Plastik?” fragte ein Instagram-Nutzer im letzten Jahr. Das stimmt so nicht: Rund 90% aller Deutschen haben Kunststoffteilchen aus Bisphenol-A im Blut. Diese werden über das Trinkwasser, über Kosmetik und vor allem über die Nahrung aufgenommen. Im Plastik sind sogenannte Endokrine Disruptoren (EDCs) enthalten, die das menschliche Hormonsystem stören und mit Herzkreislaufkrankheiten, Übergewicht und Atemwegserkrankungen in Verbindung gebracht werden.

Die Verbraucherzentrale Hessen warnt vor den Folgen für Umwelt und Gesundheit. Wer sich schützen will, sollte Plastikverpackungen an Lebensmitteln vermeiden und möglichst frisch einkaufen. Wer die Umwelt schützen möchte, sollte auf Mehrwegverpackungen und regionale Produkte umsteigen. So wie die Gründerinnen von gramm.genau. Im Online-Shop des Lieferdienstes können alle Lebensmittel und Haushaltsprodukte im Mehrwegglas bestellt werden. Geliefert wird der plastikfreie Einkauf per Lastenrad an die Frankfurter Haustür.

“Wir wollen zeigen, dass es auch ohne Plastik geht und allen Frankfurtern eine nachhaltige Einkaufs-Alternative anbieten”, sagt Christine Müller, eine der vier gramm.genau-Gründerinnen. Mit der #Plastikfasten-Aktion wollen sie und ihre Mitstreiterinnen zeigen, dass Müllvermeiden einfach ist und sogar Spaß machen kann. Die schönste Freude: Nie wieder den Müll rausbringen.

Tipps für Verbraucher

  • Lebensmittel frisch, unverpackt und unverarbeitet kaufen
  • heiße oder fetthaltige Lebensmittel nicht mit Plastik in Kontakt bringen
  • besser Edelstahl, Glas oder Keramikbehälter verwenden
  • weitere Tipps in der Zeit vom 14.2. – 29.3.2018 auf www.grammgenau.de und @gramm.genau bei Facebook und Instagram

Zahlen / Daten / Fakten

  • Geschätzte 140 Millionen Tonnen Plastik treiben im Meer. Hierbei handelt es sich nicht um einen “Plastikkontinent”, sondern um eine “Plastiksuppe” aus Mikroplastik. Filtern ließe sich die Suppe nicht, da dabei auch für das Ökosystem wichtige Mikroorganismen aus dem Meer gefiltert werden würden.
  • 5-13 Millionen Tonnen kommen jedes Jahr dazu. Den höchsten Eintrag haben asiatische Länder.
  • 2015 wurden in Deutschland 5,9 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle verursacht. Davon wurden 3,1 Millionen Tonnen verbrannt.
  • Aber: Abfallaufkommen pro Kopf / Tag: Indonesien 0,52 kg; Deutschland 1,69 kg (davon 11% Plastik)
  • Verpackungsverbrauch pro Kopf / Jahr in Deutschland: 1991 – 12 kg; 2011 – 24 kg

Quelle: Carolin Völker / Forschungsgruppe PlastX 2017

Hintergrundinformationen

http://www.plastx.org/